Corona-Beratung

Wichtige Infos bei Verdacht einer Corona-Erkranung, Hygienetipps

An wen wende ich mich?
Bitte suchen Sie auf keinen Fall direkt eine Arztpraxis, das Testzentrum am Limberg, den Gesundheitsdienst oder eine Notfallaufnahme im Krankenhaus auf. Hierdurch soll eine mögliche Übertragung auf weitere Personen vermieden werden.

  • Melden Sie sich zuerst telefonisch bei Ihrem behandelnden Arzt (Hausarzt), um die Beschwerden/Krankheitszeichen und das weitere Vorgehen in einem Telefongespräch abzuklären. 
  • Außerhalb der Sprechzeiten Ihres Hausarztes ist der kassenärztliche Notdienst unter 116117 erreichbar. 
  • Nur bei einem schwerwiegenden Krankheitsbild ist der Rettungsdienst 112 unter Angabe Ihres persönlichen Verdachts auf COVID-19 (Corona) zu rufen!

Wie kann ich mich auf das Coronavirus testen lassen?
Wenn durch Ihren Hausarzt kein Abstrich erfolgen kann, besteht die Möglichkeit, einen Test beim Testzentrum am Limberg in Osnabrück durchführen zu lassen. Erreichbar mit dem Auto, mit dem Fahrrad, zu Fuß.

Wichtiger Hinweis: Dies geht nur nach vorheriger Anmeldung beim Testzentrum durch den Gesundheitsdienst (mehr dazu unten). Bitte suchen Sie das Testzentrum nur mit entsprechendem Termin auf!


Wer wird auf das Coronavirus getestet?
Grundsätzlich ist eine Testung dann sinnvoll, wenn akute Krankheitsanzeichen (respiratorische Symptome, d.h. akute Atemwegsbeschwerden wie z.B. Husten, Kurzatmigkeit) vorliegen. Es ist grundsätzlich nicht angezeigt, gesunde Menschen zu testen, weil ein negatives Testergebnis in diesen Fällen eine Scheinsicherheit erzeugt.
Daher werden nach den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) und im Rahmen der Test- und Laborkapazitäten derzeit alle Personen aus Landkreis und Stadt Osnabrück mit akuten Krankheitsanzeichen, die sich beim Gesundheitsdienst melden, zur Testung beim Testzentrum angemeldet. 

Dies gilt insbesondere, wenn Sie

  • Kontakt zu einem bestätigtem COVID-19-Fall bis max. 14 Tage vor dem eigenen Erkrankungsbeginn hatten,
  • aufgrund des Alters und/oder einer Vorerkrankung (z.B. Lungenerkrankung, schwere Herz-Kreislauferkrankung oder Immunschwäche) zur Risikogruppe gehören oder
  • beruflich in medizinischen Bereichen und der Pflege tätig sind.

Um besonders gefährdete Personengruppen zu schützen und Infektionsketten zu vermeiden, empfiehlt der Gesundheitsdienst bei Auftreten eines COVID-19-Falles in einem Alten-/Pflegeheim oder einer Einrichtung der Eingliederungshilfe auch die Testung von Mitarbeitenden, die bis zu einer Woche vor Auftreten der Erkrankung Kontakt mit dem entsprechenden Einrichtungsbewohner oder Kollegen hatten. Um dabei auch ggf. bestehende asymptomatische COVID-19-Verläufe aufzudecken, werden in diesem Fall auch die Testung für Mitarbeitende ohne Krankheitsanzeichen empfohlen.

Weitere Erläuterung: Die Definition der Personengruppe, für die das Robert-Koch-Instituts (RKI) eine Testung vorsieht bzw. empfiehlt, wurde in der jüngeren Vergangenheit aufgrund der dynamischen Entwicklung sowie entsprechender Praxiserfahrungen mehrfach angepasst bzw. erweitert. Es handelt sich somit nicht um ein starres System und auch für die Zukunft ist nicht ausgeschlossen, dass es weitere Anpassungen der RKI-Empfehlungen geben wird. Der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück setzt die jeweils aktuellen RKI-Empfehlungen um und hat somit auch in der Vergangenheit bereits Anpassungen in Form von Ausweitungen der zu testenden Personengruppe vorgenommen.


Wie kann ich für einen Test im Testzentrum angemeldet werden?

  • Entweder nimmt Ihr behandelnder Arzt (Hausarzt) oder Sie selber telefonisch oder per E-Mail Kontakt mit dem Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück auf.
  • Der Gesundheitsdienst nimmt Ihre Daten auf und meldet Sie zur Testung beim Testzentrum an.

So erreichen Sie den Gesundheitsdienst:

Bürgertelefon Corona: 0541 / 501 - 1111 
Mo – Fr    9.00 - 17.00 Uhr
Sa – So    9.00 - 13.00 Uhr

E-Mail an abstrich@Lkos.de  Bitte benennen Sie unbedingt Ihren Namen, Ihre Anschrift und Ihre Telefonnummer in der E-Mail.


Wie geht’s weiter, wenn der Gesundheitsdienst mich beim Testzentrum angemeldet hat?

Das Testzentrum meldet sich zeitnah telefonisch bei Ihnen und vereinbart mit Ihnen einen Testtermin, der derzeit oftmals schon am selben oder darauffolgenden Tag stattfinden kann.


Wie erfolgt die Testung im Testzentrum?

  • Im Testzentrum am Limberg werden Rachenabstriche zum Nachweis von Coronaviren gemacht.
  • Das Testzentrum ist als „Drive-in“ konzipiert. Das heißt: Personen können zum vereinbarten Termin mit dem Auto vorfahren, den Abstrich im Auto sitzend durchführen lassen und dann weiterfahren. Es wird nur von der angemeldeten Person auf der Liste ein Abstrich vorgenommen, nicht von weiteren Personen im Auto. Selbstverständlich sind Testungen auch für Personen möglich, die mit dem Rad, Motorrad/-roller oder zu Fuß das Testzentrum aufsuchen.
  • Sofern erforderlich, erfolgt im Testzentrum eine ärztliche Untersuchung.

Das Testzentrum wird seit dem 13. März 2020 von der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) für zentrale Testungen auf COVID-19 (Corona) in der Region betrieben. Die Testungen selber werden durchgeführt von Mitarbeitenden der Johanniter. Derzeit bietet es Kapazitäten von 600 Abstrichen pro Tag.


Wie lange dauert es, bis ich das Ergebnis der Testung auf das Coronavirus habe?
In der Regel erhält der Gesundheitsdienst das Ergebnis nach 1-2 Tagen vom Labor und meldet sich dann umgehend bei Ihnen.

Weitere Erläuterung: Für unsere Region stehen aktuell Laborkapazitäten für täglich bis zu 600 Abstrichuntersuchungen für die von Hausärzten, Kliniken oder dem Testzentrum der KVN genommenen Abstriche zur Verfügung.


Von wem erhalte ich das Ergebnis der Testung auf das Coronavirus?
Sobald das Ergebnis vorliegt, informiert der Gesundheitsdienst die Betroffenen telefonisch über das Ergebnis und bespricht - sofern erforderlich - weitere Maßnahmen (z.B. Quarantäne) mit Ihnen.


Was muss ich beachten, bis ich das Testergebnis erhalte?

Bleiben Sie auf jeden Fall zu Hause und vermeiden Sie enge soziale Kontakte, auch wenn noch kein Testergebnis vorliegt. Sie gelten als krankheitsverdächtig, könnten mit dem Coronavirus infiziert sein und bereits andere Menschen anstecken.
-> Weitere Infos dazu unter: „Allgemeine Infos zu Quarantäne und häuslicher Absonderung“


Was muss ich tun, wenn ich positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

1. Sie müssen zu Hause bleiben! Wenn der Gesundheitsdienst Ihnen das Testergebnis telefonisch mitteilt, werden Sie gleichzeitig darüber informiert, wie Sie sich jetzt verhalten müssen, um die Erkrankung nicht weiter zu verbreiten.

2. Bei einer bestätigten COVID-19-Erkrankung (positiver Test auf das Coronavirus) wird vom Gesundheitsdienst zunächst telefonisch/mündlich eine häusliche Quarantäne für Sie angeordnet, wenn es sich um einen milden Krankheitsverlauf handelt und Sie nicht ins Krankenhaus müssen.

Eine schriftliche Anordnung wird Ihnen später per Post zugesandt. Die mündliche Anordnung ist aber bereits rechtskräftig und damit bindend!
-> Mehr dazu unter „Quarantäne-Infos für an COVID-19 erkrankte bzw. coronainfizierte Personen“.

3. Sie werden vom Gesundheitsdienst aufgefordert, eine Liste mit allen Menschen (Name, Adresse, Telefonnummer) anzufertigen, mit denen Sie bis zu zwei Tage vor Ihren ersten Krankheitszeichen engen Kontakt hatten, und per Fax/Mail an den Gesundheitsdienst zu schicken oder telefonisch durchzugeben.

Um keine Infektionsketten entstehen zu lassen bzw. diese zu unterbrechen, ist es daher sehr wichtig, dass von Ihnen möglichst vollständige Angaben zu den engen Kontaktpersonen gemacht werden – auch, wenn diese keine Krankheitssymptome zeigen. Der Gesundheitsdienst ist im Sinne der Gesundheit aller dabei auf Ihre Mithilfe angewiesen – bitte unterstützen Sie das Ermittlungsteam deshalb so gut wie möglich.

-> Weitere Informationen zum Thema „enge Kontaktpersonen“ unter: „Ich bin Kontaktperson einer positiv auf Corona getesteten Person – was muss ich tun?“.


Umgang mit Abfall: 
Sollten Sie infiziert sein oder ein begründeter Verdachtsfall von COVID-19 in Ihrem Haushalt vorliegen, bitten wir Sie um folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Neben Restmüll sind auch Verpackungsabfälle (Gelbe Tonne), Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne zu entsorgen.
  • Sämtliche Abfälle sind in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke zu geben. Einzelgegenstände wie Taschentücher dürfen nicht lose in Abfalltonnen geworfen werden.
  • Die Abfallsäcke sind durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen. Spitze und scharfe Gegenstände müssen in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt und so in den Restmüll gegeben werden.
  • Müllsäcke sind so zu lagern, dass zum Beispiel Tiere diese nicht aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen können oder dadurch Abfall verteilt wird.
  • Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe werden nicht über den Hausmüll entsorgt, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt entsorgt.
  • Sollte Ihre Restmülltonne für die zusätzlichen Abfallmengen während der Quarantäne nicht ausreichen, kontaktieren Sie bitte als Bewohner der Stadt Osnabrück den OSB (0541 323-3300), als Landkreisbewohner bitte die AWIGO unter (0 54 01) 36 55 55. Gemeinsam mit Ihnen stimmen OSB bzw. AWIGO eine schnell umsetzbare Lösung ab.

Stand, 22.04.2020

Wer ist Kontaktperson und was bedeutet das?

Als Kontaktperson gilt grundsätzliche erstmal jede Person, die Kontakt mit einer durch das Coronavirus infizierten Person hatte und zwar bis zu 48 Stunden vor Auftreten von Symptomen bei der infizierten Person.
Weitere Maßnahmen hängen vom Umfang und der Art des Kontaktes ab und betreffen in der Regel nur enge Kontaktpersonen. Der Gesundheitsdienst von Landkreis und Stadt Osnabrück klärt gemeinsam mit der coronainfizierten Person, welche Art von Kontakt vorliegt (mehr dazu siehe unten). 


Wer ist eine enge Kontaktperson?

Enge Kontaktpersonen einer coronainfizierten Person sind insbesondere die Menschen,

  • die mit der/dem Infizierten in häuslicher Gemeinschaft zusammenleben oder
  • die sich zusammen mit der/dem Infizierten länger als 15 Minuten mit einem Abstand von unter 2 Metern in einem Raum aufgehalten haben.

Der Personenkreis der engen Kontaktpersonen gilt in der Regel als ansteckungsverdächtig und wird vom Gesundheitsdienst in der Regel unter Quarantäne gestellt.

-> mehr dazu unter: „Allgemeine Infos zu Quarantäne und häuslicher Absonderung“ und „Quarantäne-Infos für enge Kontaktpersonen“


Woher weiß der Gesundheitsdienst, wer die engen Kontaktpersonen eines bestätigten Corona-Falles sind?

Wenn bei einer Person nach entsprechender Testung das Coronavirus nachgewiesen wurde, meldet das Labor diesen Fall an den Gesundheitsdienst. Der Gesundheitsdienst nimmt dann umgehend telefonischen Kontakt mit der coronainfizierten Person auf, klärt mit ihr/ihm, wer als enge Kontaktperson gilt und lässt sich von ihr/ihm eine Liste der engen Kontaktpersonen mit Telefonnummern übermitteln.

Um keine Infektionsketten entstehen zu lassen bzw. diese zu unterbrechen, ist es daher sehr wichtig, dass von den Betroffenen vollständige Angaben zu den engen Kontaktpersonen gemacht werden – auch, wenn diese keine Krankheitssymptome zeigen. Der Gesundheitsdienst ist im Sinne der Gesundheit aller dabei auf Ihre Mithilfe angewiesen – bitte unterstützen Sie das Ermittlungsteam deshalb so gut wie möglich.


Was passiert, wenn die Telefonnummer einer engen Kontaktperson nicht bekannt ist?

In diesem Fall ermittelt der Gesundheitsdienst anhand der vorhandenen Informationen die Telefonnummer oder andere Kontaktdaten der engen Kontaktperson und meldet sich schnellstmöglich bei ihr.


Wie nimmt der Gesundheitsdienst Kontakt zu engen Kontaktpersonen auf?

Der Gesundheitsdienst meldet sich in der Regel telefonisch bei engen Kontaktpersonen und klärt das weitere Vorgehen.


Was mache ich, wenn ich weiß, dass ich Kontakt zu einer coronainfizierten Person hatte und der Gesundheitsdienst hat sich (noch) nicht bei mir gemeldet?

Die Ermittlung von Kontaktpersonen einer coronainfizierten Person kann je nach Anzahl der Kontakte und Qualität der zur Verfügung gestellten Kontaktdaten sehr aufwändig und zeitintensiv sein. Insbesondere muss der Gesundheitsdienst zunächst klären, ob Personen als enge Kontaktpersonen einer coronainfizierten Person gelten oder nicht, weil damit unterschiedliche Maßnahmen verbunden sind.
Es kann daher vorkommen, dass Sie von der Coronainfektion einer Person erfahren (z.B. durch die Person selber oder durch Dritte), mit der sie kürzlich Kontakt hatten, bevor der Gesundheitsdienst Sie erreichen konnte.

In diesem Fall muss zunächst geklärt werden, ob Sie als enge Kontaktperson gelten und welche weiteren Maßnahmen (häusliche Quarantäne) ggf. erforderlich sind. 
Solange dies noch unklar ist, bleiben Sie bitte bis auf Weiteres unbedingt zu Hause und meiden Sie soziale Kontakte. Bitte unterstützen Sie im beschriebenen Fall die Arbeit des Gesundheitsdienstes aktiv und melden sich eigeninitiativ beim Gesundheitsdienst - Bürgertelefon Corona unter 0541 501 1111 oder über die E-Mail-Adresse abstrich@Lkos.de unter Angabe von Name, Adresse und Telefonnummer. Von dort erfahren Sie, wie es weitergeht.


Was mache ich, wenn ich weiß, dass ich engen Kontakt zu einer coronainfizierten Person hatte und der Gesundheitsdienst hat sich (noch) nicht bei mir gemeldet?

Es kann vorkommen, dass Sie bereits sehr frühzeitig anderweitig von der Coronainfektion einer Person erfahren (z.B. durch die Person selber oder durch Dritte), mit der sie kürzlich engen Kontakt hatten, bevor der Gesundheitsdienst Sie erreichen konnte.

Als enge Kontaktperson gelten Sie - auch wenn Sie (noch) keine Krankheitssymptome haben - als ansteckungsverdächtig. Sie sind in diesem Fall verpflichtet, sich bis auf Weiteres in die häusliche Absonderung zu begeben und soziale Kontakte jeder Art zu meiden.

Bitte unterstützen Sie im beschriebenen Fall die Arbeit des Gesundheitsdienstes aktiv und melden sich eigeninitiativ zur Absprache weiterer Maßnahmen unbedingt umgehend selber beim Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück - Bürgertelefon Corona unter 0541 501 1111 oder über die E-Mail-Adresse abstrich@Lkos.de unter Angabe von Name, Adresse und Telefonnummer. Dort erfahren Sie, wie es weitergeht.


Was ordnet der Gesundheitsdienst an, wenn ich eine enge Kontaktperson bin?

Der Gesundheitsdienst ordnet für die ermittelten engen Kontaktpersonen eine 14-tägige Quarantäne ab dem letzten relevanten Kontakt mit der infizierten Person an.

-> weitere Informationen unter: „Quarantäne-Infos für enge Kontaktpersonen“


Stand, 22.04.2020

Wie genau sieht die Anordnung der Quarantäne aus?

Der Gesundheitsdienst ordnet für an COVID-19 erkrankte bzw. coronainfizierte Personen eine mindestens 14-tägige Quarantäne an.

Die Anordnung der Quarantäne erfolgt zunächst telefonisch und gilt dann sofort. Im Nachgang erhalten Sie außerdem eine schriftliche Quarantäne-Anordnung per Post. Die mündliche Anordnung ist aber bereits rechtskräftig und damit bindend! In der schriftlichen Quarantäne-Anordnung legt der Gesundheitsdienst auch das Enddatum der Quarantäne fest.

Aufgrund der Vielzahl an Fällen kann es mehrere Tage dauern, bis Sie die schriftliche Quarantäne-Anordnung vorliegen haben. Dennoch gilt die telefonische Quarantäne-Anordnung immer sofort und muss von Ihnen auch schon vor der schriftlichen Anordnung eingehalten werden.


Wie muss ich mich als an COVID-19 erkrankte bzw. coronainfizierte Person während der Quarantäne verhalten?

Die betroffene Person muss sich während der Quarantäne abgeschottet von anderen Personen aufhalten und darf generell nicht mit anderen Menschen in Kontakt treten. Es besteht somit ein Ausgangs- und Besuchsverbot. Während der Quarantäne muss sich die betroffene Person außerdem so gut es geht häuslich von Familienangehörigen bzw. Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern des gleichen Haushalts absondern. Das bedeutet, dass keine gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen werden und sie sich nicht im gleichen Raum aufhalten sollen.

Weitere Informationen und Hinweise für die häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung hat das Robert-Koch-Institut für Betroffene und Angehörige/Mitwohnende zusammengestellt.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Flyer_Patienten.pdf?__blob=publicationFile
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/ambulant.html#doc13726274bodyText5


 

Wann endet die häusliche Quarantäne, wenn ich an COVID-19 erkrankt bin?

Sie müssen mindestens 14 Tage, nachdem die Krankheitszeichen der COVID-19-Erkrankung begonnen haben, in der häuslichen Quarantäne verbleiben. Eine Entlassung aus der häuslichen Quarantäne ist nur möglich bei Personen, die 48 Stunden (mindestens an Tag 13 und 14 der häuslichen Quarantäne) keine Krankheitsanzeichen mehr hatten - also gesund waren. Bei Personen, die länger als 12 Tage krank sind, verlängert sich die häusliche Quarantäne bis sie 48 Stunden lang keine Krankheitsanzeichen mehr hatten.


Muss zur Entlassung aus der häuslichen Quarantäne noch mal ein Test/Rachenabstrich auf das Coronavirus gemacht werden, wenn ich an COVID-19 erkrankt war?

Nein. Ein negatives Testergebnis auf das Coronavirus muss nicht vorgelegt werden. Deshalb ist ein erneuter Abstrich zur Testung auf das Coronavirus nicht erforderlich.


Endet die häusliche Quarantäne automatisch?

Nein. Bei an COVID-19 erkrankten Personen muss die Quarantäne gesondert aufgehoben werden.


Wer hebt die häusliche Quarantäne auf, wenn ich an COVID-erkrankt war?

Die häusliche Quarantäne kann nur vom Gesundheitsdienst aufgehoben werden. An dem Tag, an dem frühestens eine Entlassung aus der häuslichen Quarantäne möglich ist (also an Tag 14 nach Beginn der Krankheitsanzeichen von COVID-19) meldet sich der Gesundheitsdienst telefonisch bei Ihnen und entscheidet über die Aufhebung.


Kann mich auch der Hausarzt aus der häuslichen Quarantäne entlassen, wenn ich an COVID-19-erkrankt war?

Nein, das darf nur der Gesundheitsdienst, von dem die häusliche Quarantäne auch angeordnet wurde.


Umgang mit Abfall: 

Sollten Sie infiziert sein oder ein begründeter Verdachtsfall von COVID-19 in Ihrem Haushalt vorliegen, bitten wir Sie um folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Neben Restmüll sind auch Verpackungsabfälle (Gelbe Tonne), Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne zu entsorgen.
  • Sämtliche Abfälle sind in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke zu geben. Einzelgegenstände wie Taschentücher dürfen nicht lose in Abfalltonnen geworfen werden.
  • Die Abfallsäcke sind durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen. Spitze und scharfe Gegenstände müssen in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt und so in den Restmüll gegeben werden.
  • Müllsäcke sind so zu lagern, dass zum Beispiel Tiere diese nicht aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen können oder dadurch Abfall verteilt wird.
  • Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe werden nicht über den Hausmüll entsorgt, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt entsorgt.
  • Sollte Ihre Restmülltonne für die zusätzlichen Abfallmengen während der Quarantäne nicht ausreichen, kontaktieren Sie bitte die AWIGO unter (0 54 01) 36 55 55. Gemeinsam mit Ihnen stimmt die AWIGO eine schnell umsetzbare Lösung ab.

Stand: 22.04.2020

Wie genau sieht die Anordnung der Quarantäne aus?

Der Gesundheitsdienst ordnet für die ermittelten engen Kontaktpersonen eine 14-tägige Quarantäne ab dem letzten relevanten Kontakt mit der infizierten Person an.

Die Anordnung der Quarantäne erfolgt zunächst telefonisch und gilt dann sofort. Im Nachgang erhalten Sie außerdem eine schriftliche Quarantäne-Anordnung per Post. Die mündliche Anordnung ist aber bereits rechtskräftig und damit bindend! In der schriftlichen Quarantäne-Anordnung legt der Gesundheitsdienst auch das Enddatum der Quarantäne fest.

Aufgrund der Vielzahl an Fällen kann es mehrere Tage dauern, bis Sie die schriftliche Quarantäne-Anordnung vorliegen haben. Dennoch gilt die telefonische Quarantäne-Anordnung immer sofort und muss von Ihnen auch schon vor der schriftlichen Anordnung eingehalten werden.


Wie muss ich mich als nicht erkrankte, aber enge Kontaktperson einer coronainfizierten Person während der Quarantäne verhalten?
Auch für diesen Personenkreis gilt ein Ausgangs- und Besuchsverbot sowie die Maßgabe, sich häuslich von Mitbewohnern/Familienangehörigen abzusondern. Das bedeutet, dass keine gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen werden und Sie sich nicht im gleichen Raum aufhalten sollen. Als enge Kontaktperson müssen Sie während der Quarantäne täglich 2x Körpertemperatur messen und auf Krankheitszeichen achten. Dafür wird ein Tagebuch geführt, einen entsprechenden Vordruck finden Sie hier

Das Tagebuch muss nach dem Quarantänezeitraum nicht an den Gesundheitsdienst geschickt werden.

-> Weitere Informationen und Hinweise für die häusliche Quarantäne von Kontaktpersonen hat das Robert-Koch-Institut zusammengestellt: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Quarantaene/Flyer.pdf?__blob=publicationFile


Wann muss ich mich als enge Kontaktperson während der Quarantäne beim Gesundheitsdienst melden?

Wenn Sie Krankheitsanzeichen (z.B. Husten, Fieber, Atembeschwerden, Erkältung, Halsschmerzen, Krankheitsgefühl) bekommen, melden Sie sich beim Gesundheitsdienst - Bürgertelefon Corona unter 0541 501 1111 oder per E-Mail abstrich@Lkos.de. Wenn Sie während der Quarantäne gesund bleiben, müssen Sie sich nicht mehr beim Gesundheitsdienst zu melden.


Was ist, wenn ich eine enge Kontaktperson bin und bei mir Krankheitsanzeichen feststelle?

In diesem Fall beachten Sie bitte die Hinweise unter dem Punkt: Was tue ich, wenn ich befürchte, an COVID-19 (Corona) erkrankt zu sein?


Wann endet die Quarantäne von engen Kontaktpersonen?

Wenn Sie während der Quarantäne gesund bleiben und keine Krankheitsanzeichen gezeigt haben, endet die Quarantäne 14 Tage nach dem letzten relevanten Kontakt mit der coronainfizierten Person. Das genaue Datum wird vom Gesundheitsdienst ermittelt. Dieses finden Sie auch in der Quarantäneverfügung, die Sie per Post erhalten.


Endet die Quarantäne von engen Kontaktpersonen automatisch oder muss sie gesondert aufgehoben werden?

Sofern Sie gesund sind, endet die Quarantäne automatisch und muss nicht gesondert vom Gesundheitsdienst aufgehoben werden.


Muss ich mich als enge Kontaktperson am Ende der Quarantäne noch einmal beim Gesundheitsdienst melden?

Nein, Sie müssen sich nicht mehr melden. An dem Datum, das der Gesundheitsdienst in der Quarantäneverfügung mitgeteilt hat, endet die Quarantäne, aber nur unter der Bedingung, dass Sie keine Krankheitsanzeichen haben.


Endet die Quarantäne früher, wenn ich keine Symptome habe und ein eventueller Abstrich negativ ausgefallen ist?

Nein. Das negative Testergebnis stellt nur eine Momentaufnahme dar und kann schon Stunden später positiv sein. Ein Ausbruch der Krankheit ist jederzeit innerhalb der 14-tägigen Inkubationszeit möglich, nachdem eine Ansteckungssituation durch einen engen Kontakt mit einer infizierten Person bestand. Deshalb muss diese Zeit in jedem Fall abgewartet werden, bevor man davon ausgehen kann, dass die Person nicht mehr ansteckungsverdächtig ist. Bereits bis zu zwei Tage vor auftretenden Symptomen kann jemand schon ansteckend sein. Ein negatives Testergebnis birgt bei bestehendem Ansteckungsverdacht die Gefahr, dass man sich in völlig falscher Sicherheit wähnt, die Quarantänemaßnahmen nicht mehr einhält und andere Menschen ansteckt.


Ist das in der schriftlichen Anordnung eingetragene Enddatum der letzte Tag der Quarantäne oder der erste Tag nach der Quarantäne?

In der schriftlichen Anordnung ist der letzte Tag der Quarantäne eingetragen. Diesen Tag müssen Sie die Quarantäne noch vollständig einhalten. Ab 0:00 Uhr des Folgetages ist die Quarantäne aufgehoben.


Stand, 22.04.2020

Zum besseren Verständnis der Ausführungen hier kurze Erläuterungen der unterschiedlichen Begriffe:

  • Coronavirus: der umgangssprachliche Begriff des Virus „SARS-Cov-2“, mit dem sich Menschen infizieren können.
     
  • SARS-Cov-2: der medizinische Begriff für das Coronavirus, mit dem sich Menschen infizieren können (meint also das Gleiche wie der Begriff „Coronavirus“).
     
  • COVID-19: Name der Krankheit, die durch das Coronavirus/SARS-Cov-2 hervorgerufen wird.
     
  • bestätigter Fall: eine Person, bei der mittels Abstrich und Labortestung das Coronavirus nachgewiesen wurde. Meint also das Gleiche wie „infizierte Person“. Personen, die als bestätigter Fall gelten, müssen nicht automatisch auch Krankheitssymptome aufweisen.
     
  • (corona) infizierte Person: eine Person, bei der mittels Abstrich und Labortestung das Coronavirus nachgewiesen wurde. Meint also das Gleiche wie „bestätigter Fall“. Infizierte Personen müssen nicht automatisch auch Krankheitssymptome aufweisen.
     
  • an COVID-19 erkrankte Person: eine Person, bei der das Coronavirus nachgewiesen wurde und die entsprechende Krankheitsanzeichen oder -symptome hat.

Stand, 22.04.2020

Corona-Hotline auch über Pfingsten besetzt

Bürgerinnen und Bürger, die medizinische Fragen rund um das Coronavirus haben oder aufgrund entsprechender Symptome eine Abstrichnahme beim Testzentrum benötigen, erreichen die Corona-Hotline auch am Pfingstwochenende (Samstag bis Montag) jeweils von 9 bis 13 Uhr unter der Telefonnummer 0541 / 501 – 11 11 oder per E-Mail an abstrich@Lkos.de.
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Hinweise für Reisende

Seit dem 10.4.2020 weist das Robert Koch-Institut keine internationalen Risikogebiete oder besonders betroffenen Gebiete in Deutschland mehr aus, da COVID-19 inzwischen weltweit verbreitet ist.

Zu Hause gesund – Digitale Gesundheitsangebote

Zu Hause gesund – Digitale Gesundheitsangebote für Menschen, die derzeit keine Arbeit haben. Gesundheitsförderung ist auch für Erwerbslose wichtig. Deshalb gibt es ab dem 11. Mai spezielle Online-Angebote für Mitmenschen ohne Arbeit.

Podcast: Virologen Christian Drosten

Der NDR strahlt auf seinen Internetseiten einen Podcast mit dem Virologen Christian Drosten aus. Den Podcast gibt es

Hygiene am Arbeitsplatz

Sowohl aus Reihen von Arbeitgebern als auch von Arbeitnehmern erreichen uns zahlreiche Anfragen zum Thema Arbeitsschutz in Zeiten des Corona Virus.
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Keine Hinweise auf Übertragung von Coronaviren durch Haustiere

Es gibt aktuell keine Hinweise darauf, dass Hunde oder Katzen ein Infektionsrisiko für den Menschen darstellen oder eine Rolle bei der Verbreitung des aktuellen Corona-Virus spielen.
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Psychologische Hilfen in herausfordernden Zeiten: Häusliche Isolation und Quarantäne sind Ausnahmesituationen, welche die meisten Menschen noch nicht erlebt haben. Diese gesetzten Maßnahmen können auf die Psyche einwirken und für Betroffene sehr belastend sein.
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