Corona-Beratung

Wichtige Infos bei Verdacht einer Corona-Erkrankung, Hygienetipps

Am 15. Oktober ist die Verordnung zum Anspruch auf Testung in Bezug auf einen direkten Erregernachweis des Coronavirus SARS-CoV-2 (Coronavirus-Testverordnung – TestV) in Kraft getreten. Für die in der Verordnung vorgesehenen Einrichtungen bedeutet dies, dass auf der Grundlage eines einrichtungsbezogenen Testkonzepts eine vom öffentlichen Gesundheitsdienst auf Antrag festgestellte Menge an PoC-Antigen-Teste beschaffen und nutzen zu können.

Die Diagnostik mittels PoC-Antigen-Tests kann von den Einrichtungen eigenständig durchgeführt werden, soweit die fachlichen und weiteren Voraussetzungen erfüllt sind. Eine wesentliche, in der Verordnung geforderte Voraussetzung hierfür ist, das Vorlegen eines einrichtungs – oder unternehmensbezogenen Testkonzeptes beim Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück

Bei der Festlegung bzw. Genehmigung der Kontingente ist zu unterscheiden zwischen

  1. Einrichtungen nach § 4 Absatz 2 Nr. 1 und 2 der Testverordnung, denen ein Kontingent von bis zu 20 Einheiten pro Bewohner/Patient im Monat als Bemessungsgröße zusteht (Krankenhäuser, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen, voll- oder teilstationäre Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen)
  2. Einrichtungen nach § 4 Absatz 2 Nr. 3 und 4 der Testverordnung, denen ein Kontingent von bis zu 10 Einheiten pro Bewohner im Monat zusteht (ambulante Dienste der Eingliederungshilfe, ambulante Pflegedienste, ambulante Pflegedienste, die ambulante Intensivpflege in Einrichtungen, Wohngruppen oder sonstigen gemeinschaftlichen Wohnformen erbringen, ambulante Dienste der Eingliederungshilfe)

Die Finanzierung bzw. Sachkostenabrechnung erfolgt über die Kassenärztliche Vereinigung. Bei Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege mit Versorgungsvertrag und bei Angeboten zur Unterstützung im Alltag, erfolgt die Abrechnung mit der Pflegekasse. Die Aufwendungen sind dort als coronabedingte Aufwendungen abzurechnen.

Folgende Kosten werden hierbei berücksichtigt bzw. sind mit dem jeweiligen Kostenträger abrechenbar (Antigen – Test Labor 15,00 €; PoC Antigen – Test max. 7,00 €, Ärztliche Leistung Abstrich, soweit nicht eigenes Personal, 15,00 €, Schulung für nicht ärztlich geführte Einrichtungen 70,00 €)

Voraussetzung für die Nutzung der PoC Antigen Tests ist die Unterweisung durch medizinisches Fachpersonal (Hausarzt, Betriebsarzt etc.). Die Kosten hierfür sind ebenfalls abrechenbar (s.o.). Ferner ist durch die jeweilige Einrichtung eine verantwortliche Person zu benennen, die nach erfolgter Einweisung Ansprechpartner für den Gesundheitsdienst ist.

Sie müssen sich die PoC – Antigen Tests selbst auf dem Markt besorgen. Entsprechende Anbieter von zugelassenen Testen finden Sie unter:www.bfarm.de/antigentests.

Was müssen Sie tun, um sich die jeweiligen festgestellten Mengen an PoC Antigen Tests beschaffen und nutzen zu können:

Sie müssen ein einrichtungs bzw. unternehmensspezifische Testkonzept entwickeln. In diesem Testkonzept sollten nachstehende Themen berücksichtigt werden:

  • Bedarf bestimmen und Beschaffung von Tests in der mit dem Gesundheitsamt abgestimmten Menge
  • Geeignete Pflegefachkräfte/medizinisches Fachpersonal auswählen für die Testdurchführung
  • Ausreichende Personalkapazität für die Zeit der Testungen im Dienstplan festlegen
  • Einweisung in die Testung organisieren und Pflegefachkräfte/medizinisches Fachpersonal für die Einweisung freistellen
  • Zu testende Personengruppen, Zeitpunkte /-rahmen und Örtlichkeit der Testung festlegen
  • Notwendigen Aufwand an Schutzausrüstung einplanen
  • Genehmigung zur Testdurchführung bei gesetzlich betreuten Pflegebedürftigen von den jeweiligen Betreuungspersonen einholen
  • Informationen für die Testung von Beschäftigten, Pflegebedürftigen und Besuchspersonen stationärer Pflegeeinrichtungen vorbereiten
  • Personalkapazität für Terminabsprachen für Testungen von Besuchspersonen in stationären Pflegeeinrichtungen sowie für Testungen von Pflegebedürftigen im ambulanten Bereich einplanen
  • Vorlagen zur Dokumentation der Testungen sowie der Meldung positiver Befunde an das Gesundheitsamt erstellen oder besorgen

Das Testkonzept reichen Sie zusammen mit den Antragsformularen wieder beim Landkreis Osnabrück unter der Emailadresse corona-schnelltest@Lkos.de  ein.

Nach Eingang des Antrages kann für 30 Tage ohne Genehmigung getestet werden.

Zusammenarbeit dem ÖGD

Im Falle eines positiven Testbefundes ist unverzüglich der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück unter Infektionsschutz@Lkos.de zu informieren. Die Nachricht kann auch per Fax an 0541 501-4730 erfolgen. Ferner weist der Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück daraufhin, dass positiv getestete Personen isoliert werden müssen. Grundsätzlich hat zur Absicherung des Befundes im Nachgang eine Testung mittels PCR – Test noch zu erfolgen. 

Das positive PoC-Antigen-Testergebnis ist offiziell zu melden (Meldepflicht gemäß § 8 i. V. m. § 7 Abs. 1 Nr. 44a Infektionsschutzgesetz. Das Meldeformular ist hier hinterlegt.

Ich möchte auf das Coronavirus getestet werden – wo melde ich mich?

Je nachdem, ob Sie Krankheitssymptome haben, Kontaktperson sind, aus einem internationalen Risikogebiet nach Deutschland eingereist sind, einen Hinweis über die Corona-Warn-App erhalten haben oder aus einem anderen Grund auf das Coronavirus getestet werden möchten, gibt es unterschiedliche Ansprechstellen für Sie. Bitte orientieren Sie sich nachfolgend an Ihrer persönlichen Situation bzw. an der Frage, aus welchem Grund Sie auf das Coronavirus getestet werden möchten:


Ich habe Erkrankungssymptome

Sie haben schwere Erkrankungssymptome, wie akute Bronchitis, Atemnot, Fieber oder eine Störung des Geruchs- oder Geschmackssinns - bitte wenden Sie sich zur weiteren Abklärung und Testung telefonisch an folgende Stellen:

  • Hausärztin/Hausarzt
    Wenn durch Ihre Hausarztpraxis kein Abstrich erfolgen kann, werden Sie von dort an eine so genannte Infektionspraxis weitergeleitet, in der die Testung stattfindet.

außerhalb der Sprechzeiten Ihrer hausärztlichen Praxis: 

  • Notdienstambulanz Osnabrück: 05 41 / 96 11 11
    Mo / Di / Do:                    19 - 22 Uhr
    Mi / Fr:                              15 - 22 Uhr
    Sa / So / Feiertag             08 - 22 Uhr
  • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: bundesweite Rufnummer: 116 117

Weitere Informationen:
RKI-Testkriterien – Anpassungen für die Herbst- und Wintersaison 2020/2021
RKI-Flussschema – Maßnahmen und Testkriterien

Wichtiger Hinweis: symptomatische Personen werden bereits seit einiger Zeit nicht mehr im Testzentrum, sondern ausschließlich in Hausarzt- bzw. Infektionspraxen getestet. Sh. dazu auch die Ausführungen der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen KVN.


Ich hatte Kontakt zu einer infizierten/erkrankten Person, habe aber selber keine Erkrankungssymptome

Sie sind Kontaktperson einer positiv auf das Coronavirus getesteten oder an COVID-19 erkrankten Person, haben selber aber keine Erkrankungssymptome. Bitte kontaktieren Sie zur weiteren Klärung die

  • Corona-Hotline Gesundheitsdienst
    0541/501 11 11, abstrich@Lkos.de (Mo - Fr  9 - 14 Uhr)
    Folgende Angaben werden in der E-Mail benötigt: Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer, Abstrichgrund, bevorzugtes Testzentrum (Bersenbrück oder Osnabrück). 

Sofern Sie als Kontaktperson der Kategorie I gelten, ordnet der Gesundheitsdienst eine Testung für Sie an. Die Abstrichnahme für Kontaktpersonen wird üblicherweise in einem der Testzentren durchgeführt. Sie können das Testergebnis im Nachgang mittels QR-Code bzw. Zahlen-/Buchstabenkombination (erhalten Sie bei der Abstrichnahme) unter https://www.mein-laborergebnis.de/ bzw. der gleichnamigen SmartphoneApp „Mein Laborergebnis“ abrufen. Bitte suchen Sie ein Testzentrum nur nach vorheriger Terminabsprache auf.


Ich habe von der Corona-Warn-App den Hinweis „erhöhtes Risiko“ erhalten

Sie sind von der Corona-Warn-App mit dem Hinweis „erhöhtes Risiko“ informiert worden, da Sie innerhalb der vergangenen 14 Tage Begegnungen in riskanter Nähe und Dauer mit mindestens einer Corona-positiv getesteten Person hatten. Bitte kontaktieren Sie zur weiteren Klärung telefonisch bzw. per E-Mail

  • Ihre Hausärztin/Ihren Hausarzt oder
  • die Corona-Hotline des Gesundheitsdienstes
    0541/501 11 11, abstrich@Lkos.de (Mo - Fr  9 - 14 Uhr)
    Folgende Angaben werden in der E-Mail benötigt: Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer, Abstrichgrund, bevorzugtes Testzentrum (Bersenbrück oder Osnabrück).

Sofern der Gesundheitsdienst eine Testung für Sie anordnet, wird diese üblicherweise in einem der Testzentren durchgeführt. Sie können das Testergebnis im Nachgang mittels QR-Code bzw. Zahlen-/Buchstabenkombination (erhalten Sie bei der Abstrichnahme) unter https://www.mein-laborergebnis.de/ bzw. der gleichnamigen SmartphoneApp „Mein Laborergebnis“ abrufen. Bitte suchen Sie ein Testzentrum nur nach vorheriger Terminabsprache auf.


Ich bin aus einem internationalen Risikogebiet nach Deutschland eingereist oder war dort im Urlaub

Sie sind aus einem internationalen Risikogebiet nach Deutschland eingereist oder haben dort Ihren Urlaub verbracht. Seit dem 9.11.2020 sind Sie grundsätzlich zu einer zehntägigen häuslichen Absonderung verpflichtet (Nds. Quarantäne-Verordnung) und müssen Ihre Einreise über das Webportal https://www.einreiseanmeldung.de melden.

Eine Testung auf das Coronavirus kann fünf Tage nach Ihrer Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen werden. Zur Durchführung der Testung (und nur dafür) dürfen Sie die häusliche Absonderung ausnahmsweise - nur auf dem direkten Weg zur Testung und wieder zurück - verlassen.

Bis zum Vorliegen des negativen Testergebnisses sind Sie auch nach der durchgeführten Testung weiterhin verpflichtet, in der häuslichen Absonderung zu bleiben. Bitte bewahren Sie das Testergebnis mindestens 10 Tage auf. Eine Übermittlung des Testergebnisses ist nur erforderlich auf Verlangen des Gesundheitsdienstes. In diesem Fall leiten Sie es bitte per E-Mail weiter an: corona@Lkos.de.

Für die Testung wenden Sie sich bitte an folgende Stellen:

  • Hausärztin/Hausarzt
    außerhalb der Sprechzeiten:
    • Notdienstambulanz Osnabrück: 05 41 / 96 11 11 (Mo / Di / Do: 19-22 Uhr, Mi / Fr: 15-22 Uhr und Sa / So / Feiertag: 8-22 Uhr) oder
    • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: bundesweite Rufnummer 116 117
  • Corona-Hotline Gesundheitsdienst
    05 41 / 501 11 11, abstrich@Lkos.de (Mo - Fr  9 - 14 Uhr)
    Folgende Angaben werden in der E-Mail benötigt: Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer, Abstrichgrund, bevorzugtes Testzentrum (Bersenbrück oder Osnabrück). 

Sofern der Abstrich in einem der Testzentren durchgeführt wird, können Sie das Testergebnis im Nachgang mittels QR-Code bzw. Zahlen-/Buchstabenkombination (erhalten Sie bei der Abstrichnahme) unter https://www.mein-laborergebnis.de/ bzw. der gleichnamigen SmartphoneApp „Mein Laborergebnis“ abrufen. Bitte suchen Sie ein Testzentrum nur nach vorheriger Terminabsprache auf.


Ich war im Urlaub im Ausland oder bin aus dem Ausland nach Deutschland eingereist (kein internationales Risikogebiet)

Seit dem 15. September ist die Möglichkeit einer kostenlosen Testung ausgelaufen. Wenn Sie sich Reiserückkehrende bzw. Personen, die aus dem Ausland in den Landkreis oder die Stadt Osnabrück zurückkehren/einreisen und freiwillig getestet werden möchten, wenden sich dazu bitte als Selbstzahler/in an folgende Stellen:

  • Hausärztin/Hausarzt
    außerhalb der Sprechzeiten:
    • Notdienstambulanz Osnabrück: 05 41 / 96 11 11 (Mo / Di / Do: 19-22 Uhr, Mi / Fr: 15-22 Uhr und Sa / So / Feiertag: 8-22 Uhr) oder
    • Ärztlicher Bereitschaftsdienst: bundesweite Rufnummer 116 117
  • Testzentren in Bersenbrück und Osnabrück
    corona.osnabrueck@johanniter.de, bitte bevorzugtes Testzentrum in der Mail benennen

Sofern der Abstrich im Testzentrum durchgeführt wird, können Sie das Testergebnis im Nachgang mittels QR-Code bzw. Zahlen-/Buchstabenkombination (erhalten Sie bei der Abstrichnahme) unter https://www.mein-laborergebnis.de/ bzw. der gleichnamigen SmartphoneApp „Mein Laborergebnis“ abrufen. Bitte suchen Sie das Testzentrum nur nach vorheriger Terminabsprache auf.


Ich möchte aus anderen Gründen freiwillig auf das Coronavirus getestet werden

Als Selbstzahler/in haben Sie die Möglichkeit, sich freiwillig auf das Coronavirus testen zu lassen.

Bitte kontaktieren Sie dazu folgende Stellen:

Sofern der Abstrich im Testzentrum durchgeführt wird, können Sie das Testergebnis im Nachgang mittels QR-Code bzw. Zahlen-/Buchstabenkombination (erhalten Sie bei der Abstrichnahme) unter https://www.mein-laborergebnis.de/ bzw. der gleichnamigen SmartphoneApp „Mein Laborergebnis“ abrufen. Bitte suchen Sie das Testzentrum nur nach vorheriger Terminabsprache auf.


Ich habe nicht verstanden, an wen ich mich wenden muss, um getestet zu werden

Bei den vielen unterschiedlichen Varianten ist es leider nicht so leicht, den Überblick zu behalten. Wenn Sie unsicher sind, welche Ansprechstelle die Richtige für Sie ist, kontaktieren Sie bitte zur weiteren Klärung die

  • Corona-Hotline Gesundheitsdienst
    0541/501 11 11, abstrich@Lkos.de (Mo - Fr  9 - 14 Uhr)
    Folgende Angaben werden in der E-Mail benötigt: Name, Vorname, Geburtsdatum, Adresse, Telefonnummer, Abstrichgrund. 

Alle wesentlichen Infos im Überblick zum Download

Hier finden Sie eine Übersicht mit allen wesentlichen Informationen zu den unterschiedlichen Ansprechstellen für eine Testung auf das Coronavirus zum Herunterladen.


Stand, 22.11.2020

Wenn Sie entsprechende Erkrankungssymptome haben, die Corona-Warn-App ein „erhöhtes Infektionsrisiko für Sie anzeigt oder Sie wissentlich Kontakt zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person hatten, bleiben Sie bitte zu Hause und reduzieren Sie bis zum Vorliegen des Testergebnisses direkte Kontakte, besonders zu Risikogruppen.  Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen und tragen Sie – wo lokal empfohlen – eine Mund-Nasen-Bedeckung. Achten Sie insbesondere auf Ihre Händehygiene sowie die Anwendung der Husten- und Niesregeln.  Information des RKI


An wen wende ich mich, wenn ich Symptome habe?
Bitte suchen Sie auf keinen Fall direkt eine Arztpraxis, ein Testzentrum, den Gesundheitsdienst oder eine Notfallaufnahme im Krankenhaus auf. Hierdurch soll eine mögliche Übertragung auf weitere Personen vermieden werden.

  • Melden Sie sich zuerst telefonisch bei Ihrer behandelnden Arztpraxis (Hausärztin/Hausarzt), um die Beschwerden/Krankheitszeichen und das weitere Vorgehen (z.B. Testung) in einem Telefongespräch abzuklären. 
  • Außerhalb der Sprechzeiten Ihrer Hausarztpraxis können Sie die Notfallambulanz Osnabrück (Mo, Di, Do 19-22 Uhr und Mi, Fr 15-22 Uhr sowie Sa, So, Feiertag 8-22 Uhr) unter 05 41 / 96 11 11 oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der bundeseinheitlichen Rufnummer 116 117 kontaktieren. 
  • Nur bei einem schwerwiegenden Krankheitsbild ist der Rettungsdienst 112 unter Angabe Ihres persönlichen Verdachts auf COVID-19 (Corona) zu rufen!

Wichtiger Hinweis: Personen mit entsprechenden Symptomen werden bereits seit einiger Zeit nicht mehr im Testzentrum Osnabrück getestet.

-> Eine Übersicht der unterschiedlichen Ansprechstellen zur Testung auf das Coronavirus finden Sie auch unter „Ich möchte auf das Coronavirus getestet werden – wo melde ich mich?“


An wen wende ich mich, wenn ich keine Symptome habe, meine Corona-Warn-App aber ein erhöhtes Risiko anzeigt oder ich wissentlich Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatte?

Eine Übersicht der unterschiedlichen Ansprechstellen zur Testung auf das Coronavirus finden Sie unter „-> Ich möchte auf das Coronavirus getestet werden – wo melde ich mich?“


Wie kann ich mich auf das Coronavirus testen lassen, wenn ich Symptome habe?

Wenn durch Ihre Hausarztpraxis kein Abstrich erfolgen kann, werden Sie von dort an eine so genannte Infektionspraxis weitergeleitet, in der die Testung stattfindet. Außerhalb der Sprechzeiten Ihrer Hausarztpraxis kann der Abstrich durch die Notfallambulanz Osnabrück (05 41 / 96 11 11) oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst (116 117) vorgenommen werden.

Wichtiger Hinweis: Personen mit entsprechenden Symptomen werden bereits seit einiger Zeit nicht mehr im Testzentrum getestet.


Wer wird überhaupt auf das Coronavirus getestet?

Die Vorgehensweise bei Testungen richtet sich im Rahmen verfügbarer Testkapazitäten nach der Nationalen Teststrategie, der Teststrategie für Niedersachsen sowie den Empfehlungen des RKI und umfasst insbesondere folgende Personengruppen:

Personen mit Symptomen (mit Krankheitsanzeichen)
Die Testung von Personen mit Krankheitsanzeichnen richtet sich i.d.R. nach den Testkriterien des RKI. Eine Testung ist danach u.a. angezeigt

  • bei schweren respiratorischen Symptomen (z.B. akute Bronchitis, Atemnot oder Fieber) oder
  • einer Störung des Geruchs- und Geschmackssinns oder
  • Symptomen und Kontakt (als Kontaktperson Kategorie I) zu einer coronapositiv getesteten Person oder
  • akuten respiratorischen Symptomen jeder Schwere UND der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Personengruppe (z.B. Risikogruppe oder bei Tätigkeit in Pflege, Arztpraxis oder Krankenhaus)

Personen ohne Symptome (ohne Krankheitsanzeichen)
Zur Unterbrechung von Infektionsketten sowie zur generellen Eindämmung der Corona-Pandemie sind unter bestimmten Voraussetzungen und auf Anordnung des Gesundheitsdienstes auch Testungen von Personen ohne entsprechende Symptome angezeigt. Dies umfasst insbesondere

  • Kontaktpersonen der Kategorie I inkl. Hinweis durch die Corona-Warn-App „erhöhtes Risiko“
    • A. Enger Kontakt >15 min. im Nahfeld <1,5 m
    • B. Kontakt unabhängig vom Abstand im Innenraum bei schlechter Lüftung und Aufenthalt vom Quellfall vor/zeitgleich mit längerem Aufenthalt (>30 min) der Kontaktperson
  • Personen/Mitarbeitende in Gemeinschaftseinrichtungen oder anderen Einrichtungen bei Vorliegen einer bestätigten Coronainfektion 

In definiertem Umfang und in Abstimmung mit dem Gesundheitsdienst können bei Vorliegen einer 7-Tage-Inzidenz von mehr als 50 Neuinfektionen/100.000 Einwohner binnen 7 Tagen (teilweise regelmäßige) Testungen in Gemeinschaftseinrichtungen oder Einrichtungen auch asymptomatischer Personen ohne Vorliegen einer bestätigten Coronainfektion durchgeführt werden.

Testkriterien für Schulen

Das RKI hat Testkriterien für Schulen während der Corona-Pandemie herausgegeben.

Einreisende aus internationalen Risikogebieten

Einreisende aus internationalen Risikogebieten können sich innerhalb von 10 Tagen nach Einreise kostenfrei testen lassen.

Selbstzahler/innen

Darüber hinaus haben Sie als Selbstzahler/in jederzeit die Möglichkeit, sich freiwillig auf das Coronavirus testen zu lassen. Bitte kontaktieren Sie dazu Ihre Hausarztpraxis oder eines der Testzentren.

-> Eine Übersicht der unterschiedlichen Ansprechstellen für die Durchführung der Testung finden Sie unter „Ich möchte auf das Coronavirus getestet werden – wo melde ich mich?“


Wie lange dauert es, bis ich das Ergebnis der Testung auf das Coronavirus habe?

In der Regel liegt das Ergebnis 1-2 Tage nach der Abstrichnahme vor, Sie werden dann umgehend informiert.
Sofern Ihre Testung in einem der Testzentren vorgenommen wurde (z.B. für Kontaktpersonen) können Sie das Ergebnis im Nachgang mittels QR-Code bzw. Zahlen-/Buchstabenkombination (erhalten Sie bei der Abstrichnahme) unter https://www.mein-laborergebnis.de/ bzw. der gleichnamigen SmartphoneApp „Mein Laborergebnis“ abrufen.


Von wem erhalte ich das Ergebnis der Testung auf das Coronavirus?

Sobald das Ergebnis vorliegt, informiert die Stelle, bei der Sie getestet wurden, Sie telefonisch über den Befund. Wenn die Abstrichnahme durch die Notfallambulanz oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst erfolgt ist, werden Sie über Ihre Hausarztpraxis informiert. Sofern Ihre Testung im Testzentrum vorgenommen wurde (z.B. für Kontaktpersonen) können Sie das Ergebnis im Nachgang mittels QR-Code bzw. Zahlen-/Buchstabenkombination (erhalten Sie bei der Abstrichnahme) unter https://www.mein-laborergebnis.de/ bzw. der gleichnamigen SmartphoneApp „Mein Laborergebnis“ abrufen.

Sollten Sie positiv auf das Coronavirus getestet werden, nimmt außerdem der Gesundheitsdienst unverzüglich Kontakt mit Ihnen auf und bespricht weitere infektionsschutzrechtliche Maßnahmen (z.B. Quarantäne) mit Ihnen.


Was muss ich beachten, bis ich das Testergebnis erhalte?

Bleiben Sie auf jeden Fall zu Hause und vermeiden Sie enge soziale Kontakte, wenn noch kein Testergebnis vorliegt. Sie gelten als krankheitsverdächtig, könnten mit dem Coronavirus infiziert sein und bereits andere Menschen anstecken. Information des RKI
-> Weitere Infos dazu auch unter: „Allgemeine Infos zu Quarantäne und häuslicher Absonderung“


Was muss ich tun, wenn ich positiv auf das Coronavirus getestet wurde?

1. Sie müssen zu Hause bleiben! Der Gesundheitsdienst wird Sie telefonisch darüber informieren, wie Sie sich jetzt verhalten müssen, um die Erkrankung nicht weiter zu verbreiten. Hier finden Sie eine Kurzübersicht des RKI dazu.

2. Bei einer Corona-positiv-Testung wird vom Gesundheitsdienst zunächst telefonisch/mündlich eine häusliche Quarantäne für Sie angeordnet, wenn es sich um einen milden Krankheitsverlauf handelt und Sie nicht ins Krankenhaus müssen.

Eine schriftliche Anordnung wird Ihnen später per Post zugesandt. Die mündliche Anordnung ist aber bereits rechtskräftig und damit bindend!
-> Mehr dazu unter „Quarantäne-Infos für an COVID-19 erkrankte bzw. coronainfizierte Personen“.

3. Sie werden vom Gesundheitsdienst aufgefordert, eine Liste mit allen Menschen (Name, Adresse, Telefonnummer) anzufertigen, mit denen Sie bis zu zwei Tage vor Ihren ersten Krankheitszeichen engen Kontakt hatten, und per Fax/Mail an den Gesundheitsdienst zu schicken oder telefonisch durchzugeben.

Um keine Infektionsketten entstehen zu lassen bzw. diese zu unterbrechen, ist es daher sehr wichtig, dass von Ihnen möglichst vollständige Angaben zu den engen Kontaktpersonen gemacht werden – auch, wenn diese keine Krankheitssymptome zeigen. Der Gesundheitsdienst ist im Sinne der Gesundheit aller dabei auf Ihre Mithilfe angewiesen – bitte unterstützen Sie das Ermittlungsteam deshalb so gut wie möglich.

-> Weitere Informationen zum Thema „enge Kontaktpersonen“ unter: „Ich bin Kontaktperson einer positiv auf Corona getesteten Person – was muss ich tun?“.


Umgang mit Abfall: 
Sollten Sie infiziert sein oder ein begründeter Corona-Verdachtsfall in Ihrem Haushalt vorliegen, bitten wir Sie um folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Neben Restmüll sind auch Verpackungsabfälle (Gelbe Tonne), Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne zu entsorgen.
  • Sämtliche Abfälle sind in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke zu geben. Einzelgegenstände wie Taschentücher dürfen nicht lose in Abfalltonnen geworfen werden.
  • Die Abfallsäcke sind durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen. Spitze und scharfe Gegenstände müssen in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt und so in den Restmüll gegeben werden.
  • Müllsäcke sind so zu lagern, dass zum Beispiel Tiere diese nicht aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen können oder dadurch Abfall verteilt wird.
  • Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe werden nicht über den Hausmüll entsorgt, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt entsorgt.
  • Sollte Ihre Restmülltonne für die zusätzlichen Abfallmengen während der Quarantäne nicht ausreichen, kontaktieren Sie bitte als Bewohner der Stadt Osnabrück den OSB (0541 323-3300), als Landkreisbewohner bitte die AWIGO unter (0 54 01) 36 55 55. Gemeinsam mit Ihnen stimmen OSB bzw. AWIGO eine schnell umsetzbare Lösung ab.

Stand, 22.11.2020

Wer ist Kontaktperson und was bedeutet das?

Als Kontaktperson gilt grundsätzliche erstmal jede Person, die Kontakt zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person hatte und zwar bis zu 48 Stunden vor Auftreten von Symptomen bei der infizierten Person.

Weitere Maßnahmen hängen vom Umfang und der Art des Kontaktes ab und betreffen insbesondere Kontaktpersonen der Kategorie I – höheres Infektionsrisiko. Der Gesundheitsdienst von Landkreis und Stadt Osnabrück klärt gemeinsam mit der coronainfizierten Person, welche Art von Kontakt vorliegt, mehr dazu nachfolgend. 

RKI-Übersicht Kontaktpersonennachverfolgung


Wer ist eine Kontaktperson der Kategorie I (höheres Infektionsrisiko)?

Kontaktpersonen werden in folgenden zwei Situationen in die Kategorie I eingruppiert:

  1. Enger Kontakt (<1,5 m – Nahfeld – für ca. 15 Minuten oder länger)
  2. Kontakt unabhängig vom Abstand (hohe Konzentration infektiöser Aerosole im Raum – für ca. 30 Minuten oder länger)

Detaillierte Informationen dazu sowie Beispielkonstellationen hat das RKI bereitgestellt.

Beispielhafte Konstellationen für Kontaktpersonen der Kategorie I

  • Personen mit kumulativ mindestens 15-minütigem Gesichts- ("face-to-face") Kontakt mit einem Quellfall, z.B. im Rahmen eines Gesprächs. Dazu gehören z.B. Personen aus demselben Haushalt (A)
  • Personen mit direktem Kontakt zu Sekreten oder Körperflüssigkeiten, insbesondere zu respiratorischen Sekreten eines Quellfalls, wie z.B. Küssen, Anhusten, Anniesen, Kontakt zu Erbrochenem, Mund-zu-Mund Beatmung, etc. (A)
  • Personen, die nach Risikobewertung durch das Gesundheitsamt mit hoher Wahrscheinlichkeit einer hohen Konzentration von infektiösem Aerosol im Raum ausgesetzt waren (z.B. Feiern, gemeinsames Singen oder Sporttreiben in Innenräumen ohne adäquate Lüftung) (B)
  • Optional: Personen in relativ beengter Raumsituation oder schwer zu überblickender Kontaktsituation mit dem bestätigten COVID-19-Fall (z.B. Schulklassen, Gruppenveranstaltungen), unabhängig von der individuellen Risikoermittlung (A, B)
  • Medizinisches Personal in einem Raum mit Kontakt zum Quellfall z.B. im Rahmen von Pflege oder medizinischer Untersuchung (≤ 1,5 m) ohne adäquate Schutzausrüstung (A) (siehe unten)
  • Medizinisches Personal in einem Raum mit hoher Konzentration infektiöser Aerosole (z.B. Intubation oder Bronchoskopie) ohne adäquate Schutzausrüstung (B) (siehe unten)

Der Personenkreis der Kontaktpersonen Kategorie I gilt als ansteckungsverdächtig und wird vom Gesundheitsdienst in der Regel unter Quarantäne gestellt.

Desweiteren ist davon auszugehen, dass für Kontaktpersonen Kategorie I außerdem eine umgehende Testung auf das Coronavirus angeordnet wird. -> sh. dazu auch Corona-Test für Privatpersonen


Woher weiß der Gesundheitsdienst, wer Kontaktpersonen eines bestätigten Corona-Falles sind?

Wenn bei einer Person nach entsprechender Testung das Coronavirus nachgewiesen wurde, meldet das Labor diesen Fall an den Gesundheitsdienst. Der Gesundheitsdienst nimmt dann umgehend telefonischen Kontakt mit der coronainfizierten Person auf, klärt mit ihr/ihm, wer als Kontaktperson Kategorie I gilt und lässt sich von ihr/ihm eine Liste der Kontaktpersonen mit Telefonnummern übermitteln.

Um keine Infektionsketten entstehen zu lassen bzw. diese zu unterbrechen, ist es daher sehr wichtig, dass von den Betroffenen vollständige Angaben zu den engen Kontaktpersonen gemacht werden – auch, wenn diese keine Krankheitssymptome zeigen. Der Gesundheitsdienst ist im Sinne der Gesundheit aller dabei auf Ihre Mithilfe angewiesen – bitte unterstützen Sie das Ermittlungsteam deshalb so gut wie möglich. Mit der Corona-Warn-App können Sie zusätzlich einen aktiven Beitrag leisten, da enge Kontaktpersonen anonym informiert werden.


Was passiert, wenn die Telefonnummer einer Kontaktperson nicht bekannt ist?

In diesem Fall ermittelt der Gesundheitsdienst anhand der vorhandenen Informationen die Telefonnummer oder andere Kontaktdaten der Kontaktperson und meldet sich schnellstmöglich bei ihr.


Wie nimmt der Gesundheitsdienst Kontakt zu Kontaktpersonen auf?

Der Gesundheitsdienst meldet sich in der Regel telefonisch bei engen Kontaktpersonen und klärt das weitere Vorgehen.


Was mache ich, wenn ich weiß, dass ich (engen) Kontakt zu einer coronainfizierten Person hatte und der Gesundheitsdienst hat sich (noch) nicht bei mir gemeldet?

Die Ermittlung von Kontaktpersonen einer coronainfizierten Person kann je nach Anzahl der Kontakte und Qualität der zur Verfügung gestellten Kontaktdaten sehr aufwändig und zeitintensiv sein. Insbesondere muss der Gesundheitsdienst zunächst klären, ob Personen als Kontaktpersonen der Kategorie I einer coronainfizierten Person gelten oder nicht, weil damit unterschiedliche Maßnahmen verbunden sind.

Es kann daher vorkommen, dass Sie von der Coronainfektion einer Person erfahren (z.B. durch die Person selber, durch Dritte oder anonymisiert über die Corona-Warn-App), mit der sie kürzlich Kontakt hatten, bevor der Gesundheitsdienst Sie erreichen konnte.

In diesem Fall muss zunächst geklärt werden, ob Sie als Kontaktperson der Kategorie I gelten und welche weiteren Maßnahmen (häusliche Quarantäne, Testung) ggf. erforderlich sind. 

Solange dies noch unklar ist, bleiben Sie bitte bis auf Weiteres unbedingt zu Hause und meiden Sie soziale Kontakte. Bitte unterstützen Sie im beschriebenen Fall die Arbeit des Gesundheitsdienstes aktiv und melden sich eigeninitiativ bei der Corona-Hotline des Gesundheitsdienstes unter 0541 501 1111 oder über die E-Mail-Adresse abstrich@Lkos.de unter Angabe von Name, Adresse und Telefonnummer. Von dort erfahren Sie, wie es weitergeht.


Was ordnet der Gesundheitsdienst an, wenn ich eine Kontaktperson der Kategorie I bin?

Der Gesundheitsdienst ordnet für die ermittelten Kontaktpersonen der Kategorie I eine 14-tägige Quarantäne ab dem letzten relevanten Kontakt mit der infizierten Person sowie eine umgehende Testung auf das Coronavirus an.

-> weitere Informationen unter: „Quarantäne-Infos für enge Kontaktpersonen“


Stand, 27.10.2020

Wie genau sieht die Anordnung der Quarantäne aus?

Der Gesundheitsdienst ordnet für an COVID-19 erkrankte bzw. coronainfizierte Personen eine mindestens 10-tägige Quarantäne an. Die Anordnung der Quarantäne erfolgt zunächst telefonisch und gilt dann sofort. Im Nachgang erhalten Sie außerdem eine schriftliche Quarantäne-Anordnung per Post. Die mündliche Anordnung ist aber bereits rechtskräftig und damit bindend! In der schriftlichen Quarantäne-Anordnung legt der Gesundheitsdienst auch das Enddatum der Quarantäne fest.

Bei einem hohen allgemeinen Infektionsgeschehen  kann es aufgrund der Fallzahlen mehrere Tage dauern, bis Sie die schriftliche Quarantäne-Anordnung vorliegen haben. Dennoch gilt die telefonische Quarantäne-Anordnung immer sofort und muss von Ihnen auch schon vor der schriftlichen Anordnung eingehalten werden.


Wie muss ich mich als an COVID-19 erkrankte bzw. coronainfizierte Person während der Quarantäne verhalten?

Die betroffene Person muss sich während der Quarantäne abgeschottet von anderen Personen aufhalten und darf generell nicht mit anderen Menschen in Kontakt treten. Es besteht somit ein Ausgangs- und Besuchsverbot. Während der Quarantäne muss sich die betroffene Person außerdem so gut es geht häuslich von Familienangehörigen bzw. Mitbewohnerinnen und Mitbewohnern des gleichen Haushalts absondern. Das bedeutet, dass keine gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen werden und sie sich nicht im gleichen Raum aufhalten sollen.

Weitere (teilweise mehrsprachige) Informationen und Hinweise für die häusliche Isolierung bei bestätigter COVID-19-Erkrankung hat das Robert-Koch-Institut für Betroffene und Angehörige/Mitwohnende zusammengestellt.


Wann endet die häusliche Quarantäne, wenn ich an COVID-19 erkrankt bin?

Grundsätzlich gilt, dass die Quarantäne endet, wenn der Gesundheitsdienst diese aufgehoben hat. D.h. Sie müssen mindestens den vom Gesundheitsdienst zunächst angeordneten Zeitraum  in der häuslichen Quarantäne verbleiben.

Bei Personen ohne Symptome:
Die häusliche Quarantäne kann frühestens 10 Tage nach Erstnachweis des Erregers enden.

Bei Personen mit leichten COVID-19-Verlauf:
Die häusliche Quarantäne kann frühestens 10 Tage nach Symptombeginn enden, sofern Sie mindestens 48 Stunden symptomfrei waren.

Bei Personen mit schwerem COVID-19-Verlauf:
Die Quarantäne kann frühestens 10 Tage nach Symptombeginn enden, sofern Sie mindestens 48 Stunden symptomfrei waren und negativ auf das Coronavirus getestet wurden.

Bei Bewohnerinnen und Bewohnern von Altenpflegeeinrichtungen ist unabhängig von der Krankheitsschwere immer eine Testung zur Entlassung aus der Quarantäne notwendig.

Eine Übersicht des RKI über die Entlassungskriterien aus der Quarantäne finden Sie hier.


Muss zur Entlassung aus der häuslichen Quarantäne noch mal ein Test/Rachenabstrich auf das Coronavirus gemacht werden, wenn ich an COVID-19 erkrankt war?

Grundsätzlich nicht; nur, wenn es sich um einen schweren Krankheitsverlauf oder Bewohnende einer Altenpflegeeinrichtung handelt, wird zur Entlassung aus der Quarantäne eine erneute Testung vorgenommen.


Endet die häusliche Quarantäne automatisch?

Nein. Bei an COVID-19 erkrankten bzw. coronainfizierten Personen muss die Quarantäne gesondert aufgehoben werden.


Wer hebt die häusliche Quarantäne auf?

Die häusliche Quarantäne kann nur vom Gesundheitsdienst aufgehoben werden. An dem Tag, an dem frühestens eine Entlassung aus der häuslichen Quarantäne möglich ist (also an Tag 10 nach Beginn der Krankheitsanzeichen bzw. des Erstnachweises) meldet sich der Gesundheitsdienst telefonisch bei Ihnen und entscheidet über die Aufhebung.


Kann mich auch der Hausarzt aus der häuslichen Quarantäne entlassen, wenn ich an COVID-19-erkrankt war?

Nein, das darf nur der Gesundheitsdienst, von dem die häusliche Quarantäne auch angeordnet wurde.


Umgang mit Abfall: 

Sollten Sie infiziert sein oder ein begründeter Verdachtsfall von COVID-19 in Ihrem Haushalt vorliegen, bitten wir Sie um folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Neben Restmüll sind auch Verpackungsabfälle (Gelbe Tonne), Altpapier und Biomüll über die Restmülltonne zu entsorgen.
  • Sämtliche Abfälle sind in stabile, möglichst reißfeste Abfallsäcke zu geben. Einzelgegenstände wie Taschentücher dürfen nicht lose in Abfalltonnen geworfen werden.
  • Die Abfallsäcke sind durch Verknoten oder Zubinden zu verschließen. Spitze und scharfe Gegenstände müssen in bruch- und durchstichsicheren Einwegbehältnissen verpackt und so in den Restmüll gegeben werden.
  • Müllsäcke sind so zu lagern, dass zum Beispiel Tiere diese nicht aufreißen und mit Abfall in Kontakt kommen können oder dadurch Abfall verteilt wird.
  • Glasabfälle und Pfandverpackungen sowie Elektro- und Elektronikabfälle, Batterien und Schadstoffe werden nicht über den Hausmüll entsorgt, sondern nach Gesundung und Aufhebung der Quarantäne wie gewohnt getrennt entsorgt.
  • Sollte Ihre Restmülltonne für die zusätzlichen Abfallmengen während der Quarantäne nicht ausreichen, kontaktieren Sie bitte die AWIGO unter (0 54 01) 36 55 55. Gemeinsam mit Ihnen stimmt die AWIGO eine schnell umsetzbare Lösung ab.

Stand: 10.07.2020

Wie genau sieht die Anordnung der Quarantäne aus?

Der Gesundheitsdienst ordnet für die ermittelten engen Kontaktpersonen eine 14-tägige Quarantäne ab dem letzten relevanten Kontakt mit der infizierten Person an.

Die Anordnung der Quarantäne erfolgt zunächst telefonisch und gilt dann sofort. Im Nachgang erhalten Sie außerdem eine schriftliche Quarantäne-Anordnung per Post. Die mündliche Anordnung ist aber bereits rechtskräftig und damit bindend! In der schriftlichen Quarantäne-Anordnung legt der Gesundheitsdienst auch das Enddatum der Quarantäne fest.

Bei einem hohen allgemeinen Infektionsgeschehen kann es aufgrund der Fallzahlen mehrere Tage dauern, bis Sie die schriftliche Quarantäne-Anordnung vorliegen haben. Dennoch gilt die telefonische Quarantäne-Anordnung immer sofort und muss von Ihnen auch schon vor der schriftlichen Anordnung eingehalten werden.


Wie muss ich mich als nicht erkrankte, aber Kontaktperson der Kategorie I einer coronainfizierten Person während der Quarantäne verhalten?

Auch für diesen Personenkreis gilt ein Ausgangs- und Besuchsverbot sowie die Maßgabe, sich häuslich von  Mitbewohnern / Familienangehörigen abzusondern. Das bedeutet, dass keine gemeinsamen Mahlzeiten eingenommen werden und Sie sich nicht im gleichen Raum aufhalten sollen. Als Kontaktperson der Kategorie I müssen Sie während der Quarantäne täglich 2x Körpertemperatur messen und auf Krankheitszeichen achten. Dafür wird ein Tagebuch geführt, einen entsprechenden Vordruck finden Sie hier

Das Tagebuch muss nach dem Quarantänezeitraum nicht an den Gesundheitsdienst geschickt werden. Weitere Infos des RKI für Kontaktpersonen finden Sie hier.

Die einzige Ausnahme des Ausgangsverbotes kann der direkte Weg zur Testung und wieder nach Hause sein. Bitte besprechen Sie dazu Einzelheiten direkt mit dem Gesundheitsdienst.


Wann muss ich mich als enge Kontaktperson während der Quarantäne beim Gesundheitsdienst melden?

Wenn Sie Krankheitsanzeichen (z.B. Husten, Fieber, Atembeschwerden, Erkältung, Halsschmerzen, Krankheitsgefühl – auch leichte) bekommen, melden Sie sich beim Gesundheitsdienst - Bürgertelefon Corona unter 0541 501 1111 oder per E-Mail abstrich@Lkos.de. Wenn Sie während der Quarantäne gesund bleiben, müssen Sie sich nicht mehr beim Gesundheitsdienst zu melden.


Was ist, wenn ich eine enge Kontaktperson bin und bei mir Krankheitsanzeichen feststelle?

In diesem Fall beachten Sie bitte die Hinweise unter dem Punkt: Was tue ich, wenn ich befürchte, an COVID-19 (Corona) erkrankt zu sein?


Wann endet die Quarantäne von engen Kontaktpersonen?

Wenn Sie während der Quarantäne gesund bleiben und keine Krankheitsanzeichen gezeigt haben, endet die Quarantäne 14 Tage nach dem letzten relevanten Kontakt mit der coronainfizierten Person. Das genaue Datum wird vom Gesundheitsdienst ermittelt. Dieses finden Sie auch in der Quarantäneverfügung, die Sie per Post erhalten.


Endet die Quarantäne von engen Kontaktpersonen automatisch oder muss sie gesondert aufgehoben werden?

Sofern Sie gesund und symtomfrei sind, endet die Quarantäne automatisch und muss nicht gesondert vom Gesundheitsdienst aufgehoben werden.


Muss ich mich als enge Kontaktperson am Ende der Quarantäne noch einmal beim Gesundheitsdienst melden?

Nein, Sie müssen sich nicht mehr melden. An dem Datum, das der Gesundheitsdienst in der Quarantäneverfügung mitgeteilt hat, endet die Quarantäne, aber nur unter der Bedingung, dass Sie keine Krankheitsanzeichen haben.


Endet die Quarantäne früher, wenn ich keine Symptome habe und ein eventueller Abstrich negativ ausgefallen ist?

Nein. Das negative Testergebnis stellt nur eine Momentaufnahme dar und kann schon Stunden später positiv sein. Ein Ausbruch der Krankheit ist jederzeit innerhalb der 14-tägigen Inkubationszeit möglich, nachdem eine Ansteckungssituation durch einen engen Kontakt mit einer infizierten Person bestand. Deshalb muss diese Zeit in jedem Fall abgewartet werden, bevor man davon ausgehen kann, dass die Person nicht mehr ansteckungsverdächtig ist. Bereits bis zu zwei Tage vor auftretenden Symptomen kann jemand schon ansteckend sein. Ein negatives Testergebnis birgt bei bestehendem Ansteckungsverdacht die Gefahr, dass man sich in völlig falscher Sicherheit wähnt, die Quarantänemaßnahmen nicht mehr einhält und andere Menschen ansteckt.


Ist das in der schriftlichen Anordnung eingetragene Enddatum der letzte Tag der Quarantäne oder der erste Tag nach der Quarantäne?

In der schriftlichen Anordnung ist der letzte Tag der Quarantäne eingetragen. Diesen Tag müssen Sie die Quarantäne noch vollständig einhalten. Ab 0:00 Uhr des Folgetages ist die Quarantäne aufgehoben.


Stand, 27.10.2020

Zum besseren Verständnis der Ausführungen hier kurze Erläuterungen der unterschiedlichen Begriffe:

  • Coronavirus: der umgangssprachliche Begriff des Virus „SARS-Cov-2“, mit dem sich Menschen infizieren können.
     
  • SARS-Cov-2: der medizinische Begriff für das Coronavirus, mit dem sich Menschen infizieren können (meint also das Gleiche wie der Begriff „Coronavirus“).
     
  • COVID-19: Name der Krankheit, die durch das Coronavirus/SARS-Cov-2 hervorgerufen wird.
     
  • bestätigter Fall: eine Person, bei der mittels Abstrich und Labortestung das Coronavirus nachgewiesen wurde. Meint also das Gleiche wie „infizierte Person“. Personen, die als bestätigter Fall gelten, müssen nicht automatisch auch Krankheitssymptome aufweisen.
     
  • (corona) infizierte Person: eine Person, bei der mittels Abstrich und Labortestung das Coronavirus nachgewiesen wurde. Meint also das Gleiche wie „bestätigter Fall“. Infizierte Personen müssen nicht automatisch auch Krankheitssymptome aufweisen.
     
  • an COVID-19 erkrankte Person: eine Person, bei der das Coronavirus nachgewiesen wurde und die entsprechende Krankheitsanzeichen oder -symptome hat.

Stand, 22.04.2020

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