Stadt
04.11.2020

Stadt schließt wegen Corona vorübergehend Einrichtungen und schränkt Dienstleistungen ein

Auch die Stadt Osnabrück muss wegen der neuen Corona-Verordnung Einrichtungen vorübergehend schließen und Leistungen reduzieren.

"Ganz wichtig ist uns, dass die Stadthäuser 1 und 2 wie zuletzt für Bürgerinnen und Bürger nach vorheriger Terminvergabe geöffnet bleiben“, sagt Stadträtin Katharina Pötter, die den städtischen Krisenstab leitet. Das heißt, dass das Bürgeramt, die Ausländerbehörde sowie die Kfz-Zulassung weiter aufgesucht werden können. Wichtig ist, dass alle Besucherinnen und Besucher möglichst pünktlich, also weder deutlich vor, noch deutlich nach ihrem vereinbarten Termin, die Stadthäuser betreten, um Ansammlungen zu vermeiden. Zudem sind die Abstands- und Hygieneregeln unbedingt zu beachten. In den Stadthäusern gilt eine Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Welche Dienststelle für welche Leistungen zuständig ist, ist unter https://service.osnabrueck.de einsehbar. Weitere Informationen gibt es auch unter www.osnabrueck.de/terminvergabe.

In der städtischen Volkshochschule finden nur noch Bildungsveranstaltungen für den zweiten Bildungsweg, der Programmbereich Deutsch als Zweitsprache, Integrationskurse und prüfungsorientierte, langfristige Lehrgänge der beruflichen Bildung statt. In der städtischen Musik- und Kunstschule wird der Gruppenunterricht, also zum Beispiel für Orchester und auch andere kleinere Ensembles, eingestellt. Einzelunterricht findet, wenn möglich, digital statt. „Die Musik- und Kunstschule ist normalerweise nicht nur ein Ort der musikalischen und künstlerischen Ausbildung, sondern auch ein Ort der Begegnung“, sagt Erster Stadtrat Wolfgang Beckermann. „Wie in so vielen Bereichen hoffe ich, dass sie nach einem schwierigen November schon bald wieder zu einem solchen Ort werden kann.“ Angebote der Musik- und Kunstschule in Kitas werden ausgesetzt. Anderen privaten Musikschulen wird empfohlen, ihre Angebote an Kitas entsprechend einzustellen.

Auch in den Jugend- und Gemeinschaftszentren werden alle Angebote für Erwachsene und Senioren gestrichen. Ausnahme ist die Tafel an der Lerchenstraße, die ihr Angebot aufrechterhält. Auch zwingend notwendige Bildungsangebote, die dem Spracherwerb und der Integration dienen, gibt es weiterhin. Das Nette-Quartier ist telefonisch und digital erreichbar.

Stark eingeschränkt ist in den kommenden vier Wochen die Nutzung der städtischen Sporthallen- und -anlagen. Sie sind grundsätzlich geschlossen und stehen für Sportangebote und zur Vermietung nicht zur Verfügung. Ausnahme ist der Individualsport. Das heißt, dass Sportlerinnen und Sportler allein, mit einer weiteren Person oder mit Personen des eigenen Hausstands auf den Anlagen Sport treiben dürfen. Toiletten, Umkleiden und Duschen können allerdings nicht genutzt werden. Auch der Schulsport ist von der Schließung nicht betroffen.

Gänzlich geschlossen bleiben bis mindestens zum 30. November alle städtischen Museen und Ausstellungen. Das betrifft das Museum am Schölerberg mit dem Planetarium, die Kunsthalle, das Museumsquartier mit dem Felix-Nussbaum-Haus, dem Kulturgeschichtlichen Museum, der Villa Schlikker sowie dem Akzisehaus, das Erich-Maria-Remarque-Zentrum und die Ausstellung im Obergeschoss des Rathauses. Damit Bürgerinnen und Bürger in der Corona-Zeit nicht gänzlich auf Kunst und Kultur verzichten müssen, stellen einzelne Einrichtungen Online-Angebote zusammen. Das umfangreiche digitale Angebot des „Digital Quartiers“, das das Team des Museumsquartiers ständig erweitert, steht im Internet unter www.museumsquartier-osnabrueck.de zur Verfügung. Die Kunsthalle übersetzt ihr Workshop-Programm in den digitalen Raum. Alle Informationen dazu sind auf der Website der Kunsthalle unter kunsthalle.osnabrueck.de zu finden. Die Stadtbibliothek Osnabrück verweist auf die digitalen Bibliotheksportale „ebib2go“, „tigerbooks“, „Filmfriend“ sowie Recherchedatenbanken, die zugänglich bleiben.

Auch das Theater Osnabrück hat seinen Spielbetrieb bis Ende des Monats eingestellt und alle für diesen Zeitraum geplanten Vorstellungen abgesagt. Darüber hinaus ist das Theater in dieser Woche, 2. bis 8. November, ausschließlich telefonisch und per E-Mail erreichbar. Weitere Informationen gibt es unter www.theater-osnabrueck.de.

Ebenfalls bis zum 30. November geschlossen bleibt die Stadtbibliothek. Alle entliehenen Medien werden automatisch auf einen Zeitpunkt nach der Schließzeit verlängert. Außerdem können ausgeliehene Medien jederzeit über die Rücksortieranlage zurückgeben werden. Die digitalen Angebote – E-Books, E-Audios und der Streamingdienst filmfriend – sind weiterhin von Zuhause aus nutzbar.

Das Rathaus bleibt im November geöffnet, allerdings werden der Friedenssaal und die Schatzkammer für Besucherinnen und Besucher nicht zugänglich sein.

Beratungsangebote zur Projektförderung des Fachbereichs Kultur, des Familien- und Kinderservicebüros und des Seniorenbüros sowie die Integrationsberatung finden ausschließlich telefonisch statt.

Die Bürgerberatung bleibt weiterhin geöffnet, allerdings darf hier wie auch zuletzt nur eine Person zur Zeit eintreten. Der Senioren- und Pflegestützpunkt bleibt telefonisch und digital erreichbar. Ehrenamtsprojekte der Freiwilligen-Agentur werden zunächst weiterhin ausgesetzt. Allerdings koordiniert die Agentur die Hilfsangebote für in Quarantäne befindliche oder an Corona erkrankte Personen sowie Bürgerinnen und Bürger, die Teil der Risikogruppe sind. Nähere Informationen sind unter www.osnabrueck.de/covid-hilfen abrufbar. Die Fortbildungen der Freiwilligen-Agentur können alle digital stattfinden. Mehr dazu gibt es unter www.osnabrueck.de/workshops-freiwilligenagentur.

Trauerfeiern in Friedhofskapellen sind unter Einhaltung des jeweiligen Hygienekonzeptes weiterhin möglich.

Sitzungen des Behindertenforums und der Fachstelle Inklusion finden wie schon in den vergangenen Monaten zunächst nicht statt.