Stadt
09.02.2021

Stadt Osnabrück plant Testzentrum

Menschen mit vielen beruflichen Kontakten können sich ab kommender Woche kostenlos auf eine Infektion mit dem Coronavirus testen lassen

Die Zahl der Menschen in Osnabrück, die sich mit dem Coronavirus infizieren, ist rückläufig. Gleichzeitig gibt es in der Region die ersten Fälle, in denen die neue Virusmutante von Sars-CoV-2 festgestellt wurde. Um die Erfolge bei der Bekämpfung des Virus nicht zu gefährden, richtet die Stadt Osnabrück auf Vorschlag des städtischen Corona-Stabes ein Testzentrum ein. Dort können sich Menschen, die aufgrund ihres Berufes viele Kontakte haben, kostenlos testen lassen. Der Verwaltungsausschuss hat dem Vorhaben am Dienstag zugestimmt.

Getestet werden beispielsweise Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen, Beschäftigte in Kitas sowie Menschen, die in derzeit geöffneten Geschäften wie Lebensmittelmärkten oder Imbissen im Stadtgebiet arbeiten. Auch wer außerhalb der Stadt lebt, aber in Osnabrück arbeitet oder die Schule besucht, kann das Angebot wahrnehmen.

„Trotz aktuell sinkender Zahlen ist wegen der Mutationen des Virus besondere Vorsicht geboten“, sagt Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Mehr denn je ist es wichtig, die Hygieneregeln einzuhalten und Abstand zueinander zu halten. Gerade jene Menschen, die aus beruflichen Gründen nicht immer und überall diese Abstände einhalten können, möchten wir schützen.“ Die Antigen-Schnelltests, die verwendet werden, erfüllen die Qualitätsansprüche des Bundesgesundheitsministeriums. Sie geben innerhalb weniger Minuten Aufschluss darüber, ob eine Person im Moment der Testung mit dem Coronavirus infiziert ist. „So können unbemerkte Infektionen erkannt und die Ausbreitung des Virus im Umfeld der getesteten Personen verlangsamt oder sogar gestoppt werden“, erklärt Griesert.

Geplant ist, dass in dem Testzentrum ab Montag, 15. Februar, wöchentlich zwischen 1000 und 1500 Menschen getestet werden. Das Zentrum soll an vier Tagen in der Woche geöffnet sein. Termine können online vereinbart werden. Wird eine Person positiv getestet, soll der Gesundheitsdienst von Landkreis und Stadt automatisch darüber informiert werden.

Das Angebot ist zeitlich befristet. Hintergrund ist, dass es bereits jetzt Tests zum Eigenverbrauch, sogenannte Spuck- oder Nasenstests, am Markt gibt. Diese dürfen aber bislang nur durch Fachkräfte eingesetzt werden. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte rechnet jedoch damit, dass in rund vier Wochen auch ein Einsatz durch Menschen ohne entsprechende Ausbildung möglich ist.

„Das Testzentrum dient deshalb auch zur zeitlichen Überbrückung“, erklärt Stadträtin Katharina Pötter, die den städtischen Corona-Stab leitet. Je nach Entwicklung der Pandemie kann das Testzentrum flexibel kürzer oder länger betrieben werden.