Stadt
12.07.2021

Restemarken im Impfzentrum Osnabrück bieten Gelegenheit zu zeitnaher Corona-Impfung, aber keine Garantie

Wer nach einer Erstimpfung mit dem Impfstoff von AstraZeneca nun mit einem mRNA-Impfstoff zweitgeimpft werden und die Zweitimpfung darüber hinaus vorziehen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Eine davon ist eine Resteimpfung im Impfzentrum. Allerdings ist das Angebot an Resteimpfungen sehr gering und eine zeitnahe Impfung kann auf diesem Wege nicht garantiert werden.

Eine Resteimpfung kann nur dann stattfinden, wenn abends einzelne Impfdosen einer bereits angebrochenen Ampulle übrig sind. Ein Beispiel: Der Impfstoff von Biontech wird in Ampullen gelagert, aus denen sieben Impfdosen entnommen werden können. Es kann also sein, dass am Abend, nachdem die letzten regulär gebuchten Termine wahrgenommen wurden, in einer angebrochenen Dose noch bis zu sechs Impfdosen zur Verfügung stehen. Ist die Ampulle geöffnet, muss der Inhalt zeitnah verbraucht werden. Es müssen also bis zu sechs Personen vor Ort sein, die diese Reste bekommen. Gleichzeitig ist es möglich, dass die Reste an einem Abend geringer ausfallen oder es gar keine Reste gibt.

Das Impfzentrum Osnabrück vergibt morgens um 7.45 Uhr Restemarken an Menschen, die gerne geimpft werden möchten. Wer eine Marke bekommen hat, kommt abends wieder und wird zwischen 19.15 und 19.45 Uhr (samstags ab 13.15 Uhr) geimpft, wenn es Reste gibt – aber auch nur dann. Gibt es keine oder zu wenige Reste, muss die Person ungeimpft wieder gehen und hat am nächsten Tag dieselbe Chance. Weil es immer nur sehr wenige Resteimpfungen pro Tag gibt – beim Beispiel Biontech höchstens sechs – vergibt das Impfzentrum morgens auch nur wenige Restemarken. Es kann also passieren, dass die Nachfrage morgens größer ist als das Angebot an Restemarken. Ebenfalls ist es möglich, dass an einem Morgen gar keine Restemarken vergeben werden. Das ist der Fall, wenn es am Vorabend keine Reste gab und die Restemarken des Vortages ihre Gültigkeit behalten.

Planbarer ist es, sich an die Stelle zu wenden, bei der man erstgeimpft wurde. Wer also beim Hausarzt erstgeimpft wurde, sollte auch bei diesem die Zweitimpfung wahrnehmen. Wer im Impfzentrum eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten hat, erhält nach zwölf Wochen dort eine Zweitimpfung mit einem mRNA-Impfstoff oder auf Wunsch auch mit AstraZeneca. Wer diesen Zweitimpftermin vorziehen möchte, kann sich unter der Telefonnummer 0800 9988665 an die Impf-Hotline des Landes Niedersachsen wenden. Sind ausreichend Kapazitäten vorhanden, kann der Termin auf diesem Wege vorgezogen werden. Grundsätzlich gilt: Die früheste Zweitimpfung ist mindestens sechs Wochen nach der Erstimpfung möglich.

Wer eine Erstimpfung erhalten möchte, kann sich weiterhin an die Impf-Hotline des Landes wenden oder unter www.impfportal-niedersachsen.de einen Termin buchen. Auch Restemarken können für Erstimpfungen genutzt werden. Aber auch hier gilt: Nur solange der Vorrat reicht.