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16.02.2022

Gesundheitsdienst stellt sich auf weiter steigende Fallzahlen ein – Nicht alle Infizierten können telefonisch kontaktiert werden

Gesundheitsdienst stellt sich auf weiter steigende Fallzahlen ein – Nicht alle Infizierten können telefonisch kontaktiert werden

Die täglichen Corona-Fallzahlen in Landkreis und Stadt Osnabrück überschreiten mittlerweile deutlich die 1000er-Grenze, so dass derzeit ein Ende der massiv steigenden Zahlen nicht abzusehen ist. Damit erreicht die Pandemie auch für den Gesundheitsdienst für Landkreis und Stadt Osnabrück eine neue Phase. Das Team ist aufgrund der hohen Fallzahlen dazu übergangen, nicht mehr alle Infizierten telefonisch zu kontaktieren. Inzwischen erhalten auch nicht mehr alle betroffenen Menschen eine schriftliche Quarantäneverfügung.

Sollten Sie infiziert sein oder eine enge Kontaktperson einer infizierten Person, sondern Sie sich bitte häuslich ab. Folgende Regelungen gelten für Betroffene:

Informationen für Infizierte

Generell gilt nach der Absonderungsverordnung eine Absonderungspflicht bei einem positiven Schnelltestergebnis. Bis zum Vorliegen eines negativen PCR-Tests oder bei Vorliegen eines positiven PCR-Tests bis zum Erlass einer Individualverfügung haben sich die Personen unverzüglich abzusondern. In dieser Zeit ist es den Personen untersagt, ihre Wohnung ohne ausdrückliche Zustimmung des Gesundheitsdienstes zu verlassen. Zudem ist es diesen Personen untersagt, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Haushalt angehören.

Sollten Sie kurzfristig keinen PCR-Test bei Ihrem Hausarzt erhalten, halten Sie sich bitte dennoch an die Vorsichtsmaßnahmen und sondern sich Zuhause ab. Sollten Sie Kontakt zu einer bereits positiv getesteten Person gehabt haben, ist aus medizinischer Sicht davon auszugehen, dass eine Infektion vorliegen kann.  Das Testergebnis des Schnelltests sollte dann auf jeden Fall aufgehoben werden.

Für infizierte Personen gilt nach der Absonderungsverordnung, unabhängig von Impfstatus und Virusvariante, eine häusliche Absonderung von mindestens 10 Tagen. Der Absonderungszeitraum kann nach sieben Tagen mittels negativem PCR- oder Schnelltest verkürzt werden, wenn die infizierte Person vorher mindestens 48 Stunden symptomfrei ist.

Weitere Informationen für infizierte Personen finden Sie hier.

Informationen für Kontaktpersonen

Geboosterte Personen und frisch doppelt Geimpfte, also Personen bei denen die Impfung weniger als drei Monate zurückliegt, müssen nach der Absonderungsverordnung nicht in Quarantäne. Gleiches gilt für geimpft Genesene und frisch Genesene, also Personen bei denen die Erkrankung weniger als drei Monate zurückliegt.

Sollten Sie entsprechende Erkrankungssymptome haben, wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin oder Ihren Hausarzt, um sich auf das Coronavirus testen zu lassen.

Sollten Sie kurzfristig keinen PCR-Test bei Ihrem Hausarzt erhalten, halten Sie sich bitte dennoch an die Vorsichtsmaßnahmen und sondern sich Zuhause ab. Sollten Sie Kontakt zu einer bereits positiv getesteten Person gehabt haben, ist aus medizinischer Sicht davon auszugehen, dass eine Infektion vorliegen kann. Das Testergebnis des Schnelltests sollte dann auf jeden Fall aufgehoben werden.

Bleiben Sie bitte bei Krankheitssymptomen zu Hause und reduzieren Sie direkte Kontakte, besonders zu Risikogruppen, bis das Testergebnis vorliegt.

Kontaktpersonen die nicht geimpft sind müssen in eine 10-tägige Quarantäne ab dem letzten relevanten Kontakt mit der infizierten Person. Für Kontaktpersonen besteht die Möglichkeit den Quarantänezeitraum auf sieben Tage zu verkürzen. Hierfür ist ein negatives PCR- oder Schnelltestergebnis erforderlich.

Weitere Informationen für infizierte Personen finden Sie hier.

Informationen für Schülerinnen und Schüler

Für infizierte Schülerinnen und Schüler gilt nach der Absonderungsverordnung, unabhängig von Impfstatus und Virusvariante, eine häusliche Absonderung von mindestens 10 Tagen. Der Absonderungszeitraum kann nach sieben Tagen mittels negativem Schnelltest (PoC-Test) aus einem Schnelltestzentrum oder einer Apotheke verkürzt werden, wenn die infizierte Person vorher mindestens 48 Stunden symptomfrei ist.

Kontaktpersonen müssen sich für 10 Tage in Quarantäne begeben, der Zeitraum kann auf fünf Tage verkürzt werden. Hierfür ist ein Schnelltest (PoC-Test) aus einem Schnelltestzentrum oder einer Apotheke nötig.

Sollte es an einer Schule einen positiven Coronatest geben, sieht das Niedersächsische Landesgesundheitsamt das anlassbezogene Intensivtesten (ABIT) vor. Das heißt, dass bei einem Infektionsverdacht sich alle in der Lerngruppe – auch vollständig Geimpfte und Genesene – fünf Schultage hintereinander testen müssen. Diese Folge kann abgebrochen werden, wenn sich der Verdachtsfall durch einen negativen PCR-Test nicht bestätigt. Schulische Kontaktpersonen der Infizierten müssen somit nicht mehr ermittelt und in Quarantäne geschickt werden. Der Gesundheitsdienst behält sich vor, Einzelfallentscheidungen im Falle eines Ausbruchsgeschehens vorzunehmen.

Für Kitas empfiehlt der Gesundheitsdienst ebenfalls das intensivierte Testen, um die Betreuung in Kindertageseinrichtungen möglichst offen zu halten.